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Kohle - Kohle - Kohle...
Das Elend der Privattheater

Private Theater haben es in Freiburg schwer. Zu gro├č ist der finanzielle Druck um zu ├╝berleben. Schon im letzten Jahr hat ÔÇ×Die Kom├Âdie der Altstadt“, ein privat betriebenes Theater in der Freiburger Dietler-Passage, den Spielbetrieb eingestellt. Theatergr├╝nder und Inhaber J├Ârg Nadeschdin, konnte auch mit einem Spendenaufruf das 80 000-Euro-Defizit nicht decken und mu├čte Insolvenz angemelden. Im Mai 2012 gab es die letzten Vorstellungen. F├╝nf Festangestellte und acht 400-Euro-Jobber verloren ihren Job. Nach Angaben von Nadeschdin lag die durchschnittliche Auslastung bei ├╝ber 30 Prozent gelegen, 60 Prozent w├Ąren aber n├Âtig gewesen.
Und nun wird das City Theater am Martinstor schlie├čen. Auch hier liegt es nicht am Engagement der Betreiber, sondern schlicht am Geld. Mit dieser Schlie├čung verliert Freiburg eine Theaterst├Ątte mit einer 25-j├Ąhrigen Spieltradition. Von der Theaterleitung ging uns folgende Presseerkl├Ąrung zu:

Mein Name ist:
"Don Quichote" de la Freiburg

Benito_GutmacherIm Oktober letzten Jahres habe ich mich engagiert, um das ehemalige Theater am Martinstor zu retten und um die "Windm├╝hle" f├╝r die Freien Theatergruppen am Laufen zu halten. Allerdings unter dem neuen Namen "City Theater am Martinstor". Das ist mir aber nicht gelungen, nun schlie├čen wir Ende Juni 2013.Au revoir!!!
Nick Haberstich, der vorher w├Ąhrend 25 Jahren diesen Ort mit Erfolg und aus eigener Kraft, als Kleinkunstb├╝hne geleitet hat, hatte mir deutlich prophezeit: ÔÇ×Ohne finanzielle Unterst├╝tzung wird es nicht gehen." Er hat recht gehabt. Ich habe Ende Februar als letzten Versuch an die Fraktionen der unterschiedlichen Stadtparteien einen "Schrei des Bittens" (auch Titel meines Solos "Schrei des K├Ârpers") unternommen, um eine F├Ârderung zu bekommen. Nur ein Parteivorsitzender hat mir geantwortet, und zwar negativ…"falls das Thema auf den Tisch kommt f├╝r den Haushalt 2013/2014, werde ich nicht zustimmen..." …ich habe ihm geantwortet und sage auch gleich nochmals zu Sancho Panza "Wer braucht "heutzutage" noch das City Theater am Martinstor…?" Vorhang zu!!! Hasta la vista baby!!!
                                                       Benito Gutmacher

Haus der Jugend steht im Regen:
Sanierung ├╝berf├Ąllig

T-Hdj1

Das Haus der Jugend wurde 1966 fertiggestellt als Begegnungsst├Ątte f├╝r Kinder, Jugendliche und Familien. Nun ist die Sanierung ├╝berf├Ąllig. Lecke Leitungen, br├Âselnde Fensterrahmen, blinde Fenster... Planungsgeld und Sanierungskosten waren im Vorentwurf f├╝r den Haushalt 2013/2014 enthalten, sind dann im Zuge der Priorit├Ątensetzung wieder rausgeflogen.


Schon im Dezember 2012 ging das Haus der Jugend mit einer bebilderten Brosch├╝re an die ├ľffentlichkeit, die den unzumutbaren baulichen Zustand aufzeigt. Das Haus selber ist dabei nicht das Problem, sagt Gesch├Ąftsf├╝hrer Christoph Cassel. Es sind vorwiegend bauliche M├Ąngel, wie undichte Leitungen, offenliegende Kabel, Barrierefreiheit, schlechte energetische D├Ąmmung und mangelhafter L├Ąrmschutz, die eine Sanierung dringend n├Âtig machen. Es geschieht aber nichts. Schon seit f├╝nf Jahren ist das HdJ in der Sanierungswarteschleife. Und die gro├čen Hoffnungen die mit der Installierung eines Baub├╝rgermeisters verbunden waren zerbr├Âseln. Obwohl Gr├╝ne, CDU, SPD und Unabh├Ąngige Listen (UL) sich in der Sache stark machten und an die Verwaltung geschrieben haben, war Baub├╝rgermeister Martin Haag bisher zu keiner Stellungnahme bereit. Dabei ├╝berzeugen die Leistungen des Haus der Jugend: Pro Jahr nehmen ca. 90.000 Kinder und Jugendliche die vielf├Ąltigen Angebote des HdJ, wie Kurse, Treffen, Proben und Veranstaltungen wahr.

T-Hdj2Es ist schon befremdlich, dass das Haus der Jugend wieder einmal leer ausgeht. Ein bew├Ąhrter und schon lange bestehender Jugendtreff findet bei den Freiburger Gemeinder├Ąten mehrheitlich kein Geh├Âr, obwohl die B├╝rger sich im Beteiligungshaushalt mit gro├čer Mehrheit f├╝r die F├Ârderung ausgesprochen haben. Hier zeigt sich doch was der Beteiligungshaushalt eigentlich ist, eine Farce. Sicher, ein Gemeindehaushalt steht immer unter Verteilungs- problemen, aber ob es politisch klug ist eine bew├Ąhrte Einrichtung ganz aus der F├Ârderung herauszunehmen, darf man bezweifeln. Auch, dass in der ├ľkostadt Freiburg aufgrund energetischer M├Ąngel, Energie nutzlos verpulvert wird, passt nicht zu den umweltpolitischen Zielen der Stadt. Bekenntnisse der Verwaltung und des Gemeinderats zum Thema Inklusion, werden angesichts der baulichen Barrieren im Haus zum hohlen Geschw├Ątz.
Inzwischen besteht kaum noch Hoffnung, dass sich noch was zugunsten des HdJ ├Ąndern wird, denn wie die Verwaltung sagt, sei "eher un├╝blich", einen Posten in den Haushaltsentwurf zur├╝ckzuholen, der bereits ausgemustert wurde. Infos Brosch├╝re und Infos zum Angebot des HdJ

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