Neues in E-Werk & Südufer

Neues in E-Werk & Südufer

BÜHNE: Im Februar gibt es im E-Werk und im Südufer Freiburg interessante Theaterstücke und eine Tanzpremiere mit Talk am Table.

 

Boal | Go on Act - Theater Instrumental

Der Schauspieler, Regisseur und Theaterpädagoge Marcelo Miguel nimmt das Publikum mit auf eine Reise. Dabei verschmelzt Boals "Leben und Werk" zu einem einzigen Abenteuer zu sich selbst. Die vierte Wand wird eingerissen und dem Publikum werden spielerische Einblicke in das Theater der Unterdrückten gegeben. Marcelo tritt in Boals Fußstapfen, und führt das Publikum in unbekannte Sphären. Dabei spielt er Boal, erzählt aus seinem Leben und schlüpft sogar in die Rolle des Jockers. Er bietet dem Publikum die Möglichkeit, vom Zuschauer zum Akteur zu werden. Jeder kann Theater spielen – sogar die Schauspieler. Überall kann Theater stattfinden – sogar im Theater. – Boal.
Das Theater der Unterdrückten und seine Formen entstanden als Antwort auf die Repression in Lateinamerika, wo täglich Menschen auf offener Straße niedergeknüppelt werden, wo die Organisationen der Arbeiter:innen, Bauern und Bäuerinnen, Studierenden und Künstler:innen systematisch zerschlagen, ihre Leiter:innen verhaftet, gefoltert, ermordet oder ins Exil gezwungen werden. Genau hier ist das Theater der Unterdrückten entstanden...

Do 1.02./ Fr 2.02. & Sa 3.02., jew. 20:30 Uhr, So 4.02.,19:30 Uhr. E-Werk, Kammertheater.

 

Der GeizigeDer Geizige
Die Freiburger Theater Compagnie zeigt „Der Geizige“ – Eine Komödie frei nach Molière.
Der reiche und geizige Witwer Harpagon hält seine Tochter Elise und seinen Sohn Cleante an sehr strengen Zügeln. Seine Tochter Elise liebt heimlich Valère, der sich bei Harpagon als Hausverwalter und Finanzberater hat einstellen lassen. Sein Sohn Cléante liebt ebenso heimlich die schöne Mariane, die in materiellen Nöten ist. Bevor jedoch die Kinder ihren Vater Harpagon ins Vertrauen ziehen können, eröffnet dieser ihnen, dass er demnächst selbst die schöne Mariane heiraten werde und dass er für seine beiden Kinder schon wohlhabende Kandidaten ausgewählt habe.....

Fr 2.02. & Sa 3.02., 20 Uhr, Südufer.

 

PRIVILEGION – a dance piece about f*cked up beliefsPrivilegionPrivilegion - Foto: Karolin Stächele
Nein, wir sind nicht ALLE! Ignoranz und Maßlosigkeit statt Verantwortung und Demut, Ausbeutung und Abschottung statt Humanität und Solidarität – wir im sogenannten Globalen Norden wissen um die Zusammenhänge und leben dennoch so weiter wie bisher. PRIVILEGION ist nach HOW SOON IS NOW? (2022) die zweite Tanzproduktion von DAGADA dance (Künstlerische Leitung: Karolin Stächele) im Rahmen einer mehrjährigen Auseinandersetzung des Ensembles mit den apokalyptischen Krisen unserer Zeit. Fünf junge Tänzer:innen aus verschiedenen Ländern – mehr oder weniger privilegiert – treffen in einem leeren Raum aufeinander. Zwischen Anmaßung und Ohnmacht tanzen, zelebrieren und kämpfen sie um vermeintliches Eigentum, Rechte und Wahrheiten. Sie danken dem Kapitalismus für ihren Wohlstand wohl wissend, die Ausbeutung anderer billigend in Kauf zu nehmen. Sie wüten auf den Kapitalismus, denn als Künstler:innen sind sie gefangen im Schein der neoliberalen Kunstwelt, in einem ansonsten prekären Leben. Warum noch tanzen? Weil sie es lieben, weil sie hier leben, weil... sie eine Zukunft haben wollen. Aber es braucht Mut, den Widerstand zu erproben. PRIVILEGION ist eine performative Ansage an einen imperialen Lebensstil, an UNS!
DAGADA dance kooperiert seit 2022 mit dem Käte Hamburger Institut für Apokalyptische und Postapokalyptische Studien an der Universität Heidelberg (CAPAS).

Rahmenprogramm
Gemeinsam haben sie zu den Aufführungen ein Rahmenprogramm entwickelt, bestehend aus Fachvorträgen an der Universität Freiburg, offenen Tanzworkshops zum Thema "Eigentum und Gerechtigkeit", moderierten TALKs & DRINKS mit wissenschaftlichen Gästen und einer großen Gesprächstafel mit Wein und Häppchen, dem open TALK am TABLE.

Premiere: Fr 9.02., 20 Uhr, weitere Termine: Sa 10.02./ Do 15.02. & Fr 16.02. & Sa 17.02., E-Werk, Saal, jew. 20 Uhr.

 

ErdbeerenErdbeeren - Foto: Britt SchillingErdbeeren
Das Stück „Erdbeeren“ Von Ann Sam Bell ist in einer Deutschsprachigen Erstaufführung zu sehen. Hannah hat eine Mama und einen Papa und Erdbeerpflanzen auf dem Balkon. Wie jedes Jahr freut sie sich schon darauf, dass die Erdbeeren rot werden. Aber dieses Jahr kommt alles anders, denn die Eltern haben plötzlich beschlossen, sich zu trennen. Erdbeeren ist die Erzählung einer ganz normalen Trennung aus Sicht des Kindes, mit schmerzhaften und spielerischen, wütenden und komischen Situationen aus einem Alltag, der aufgeteilt wird wie ein Erdbeerkuchen. Erdbeeren wurde 2022 in Norwegen zum National Ibsen Award /Stück des Jahres nominiert. Die Jury begründete die Auswahl mit der Aussage: Eine Perle von einem Text, der unsentimental die empfindlichsten Stellen in uns trifft und uns gleichzeitig an den guten Geschmack reifer Erdbeeren erinnert, sowie an die Tatsache, dass gut gehegte Samen am Ende Wurzeln schlagen werden. (ab 8 Jahren).

Premiere: Do 29.02., 18 Uhr, w.T. Fr 1.03., 16 Uhr & 19 Uhr / Sa 2.03., 16 Uhr & 19 Uhr / So 3.03., 11 Uhr & 16 Uhr Südufer.

 

INFO: E-Werk, Kammertheater, Eschholzsstr. 77,  / Südufer, Haslacher Str. 41. T. 0761-207570.

 

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