Performing Democracy

Performing Democracy

BÜHNE: Das Freiburg Festival 2022 bietet vom 26. Mai bis 2. Juni Tanz, Theater, Performance & Musik  im E-WERK Freiburg, Theater im Marienbad und im Theater Freiburg.

Umkämpft in einem Krieg mitten in Europa bekennen wir uns aktuell wieder lautstark zu ihr, denn sie muss geschützt und verteidigt werden – die Demokratie, die Herrschaft des Volkes. In zahlreichen Ländern der Erde jahrelang eine Selbstverständlichkeit, haben ihr Forscherinnen und Forscher im vergangenen Jahr einen neuen „düsteren Rekord“ bescheinigt: Nur etwa 45,7 Prozent der Menschen weltweit leben in einer Demokratie. Vor diesem Hintergrund laden die Veranstalter E-WERK Freiburg, Theater im Marienbad, Theater Freiburg ihr Publikum dazu ein, sich gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt bei Theater, Tanz, Performances und Diskussionen mit den Grundwerten der Demokratie zu beschäftigen. Denn die Demokratie ist eine Gesellschaftsform, die immer wieder aufs Neue und von jeder und jedem Einzelnen erlernt, „performt“ und verteidigt werden muss!

Einige Highlights aus dem Programm:
Mount AverageDie Performance "Reverse Colonialism!" des Star Boy Collective & Ahilan Ratnamohan (Belgien/Kamerun/Australien/Nigeria) ist am 26. Mai um 20 Uhr und am 27.5. um 19 Uhr im Theater Freiburg, Kleines Haus, zu sehen. "In Reverse Colonialism! konfrontiert uns der Theatermacher Ahilan Ratnamohan auf seltene und lebhafte Weise mit unserer Beziehung zu Afrika und den afrikanischen Migranten. Eine Beziehung, die durch unsere koloniale Vergangenheit und Gegenwart bestimmt ist und derer wir uns leider nur allzu selten bewusst sind.“ theaterkrant.nl. Unter dem Titel "Mount Average" feiert die Installative Performance von Julian Hetzel/CAMPO aus Belgien am 27. Mai ab 19 Uhr im E-Werk Deutschland-Premiere. Am 28.5. beginnt die Installative Performance bereits um 18 Uhr. Einlass ist an beiden Tagen alle 10 Minuten.Im Theater im Marienbad ist "Sinfonie des Fortschritts" von Nicoleta Esinencu/HAU aus Moldawien am 27. und 28. Mai um 19.30 Uhr zu erleben. Es ist eine musikalische Performance zwischen Agitprop und ein Lehrstück mit feministischen Beiträgen zur Dekolonisation. „Nicoleta Esinencu, die wütende Stimme der moldawischen Gegenwartsdramatik, widmet sich den Auswüchsen des westlichen `Fortschritts`. Am HAU Berlin ist daraus eine Performance geworden, in der es knarzt, zischt und soundwerkelt. Und noch mehr macht den Abend zum besonderen Sprachkonzert.” Christian Rakow, nachtkritik.de

ReflectionAm 28. Mai steht im Theater Freiburg „Reflection“ mit Isabelle Schad aus Deutschland auf dem Programm. Körper, die aus Vielen gemacht sind, brechen auseinander, zerfallen in ihre Einzelglieder und schieben sich wieder zusammen. Die Rotationskraft der Drehbühne sowie die Theatermaschinerie wirken auf die Körper der dreizehn Tänzer_innen ein. Isabelle Schad konzentriert sich in Reflection auf die Kräfte, die uns bewegen, und auf die Kraft Einzelner, Andere zu bewegen. Die Performance „Pleasant Island“ mit Silke Huysmans & Hannes Dereere/CAMPO (Belgien) ist am 29. und 30. Mai im Kammertheater des E-Werk zu sehen.
Oratorium1"Untitled [2020]" heißt die Performance mit Henrike Iglesias & Ensemble (Deutschland/Schweiz) am 31. Mai u. 1. Juni im Theater im Marienbad. Oratorium – Kollektive Andacht zu einem wohlgehüteten Geheimnis mit She She Pop (Deutschland) ist eine Chrorische Performance am 1. + 2. Juni im E-Werk.
Weiterhin gibt es ein Filmprogramm in Kooperation mit dem Kommunalen Kino: Am 24. Mai „Das neue Evangelium“ Deutschland/Schweiz/Italien, 2020, Regie und Drehbuch: Milo Rau. Am 3. Juni „System K“ Frankreich 2019, OmeU, Regie: Renaud Barret.

INFO: Do 26.05. – Do 02.06., Freiburg, E-WERK Freiburg, Theater im Marienbad, Theater Freiburg, Kommunales Kino. Karten: BZ-Kartenservice, T. 0761-4968888/ TiM T. 0761-31470 / Theater Freiburg T. 0761-2012853/ KoKi www.koki-freiburg.de und www.freiburgfestival.de

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