FESTIVAL: Das Internationale Festival für Rahmentrommeln Tamburi Mundi findet vom 2.-12. April 26, im E-Werk Freiburg statt.
Murat CoşkunDie Geschichte der Rahmentrommel-Musik und ihre vielschichtige Rhythmus- und Klangwelt ist auch nach 21 Jahren noch lange nicht auserzählt: Was das internationale World Percussion Festival Tamburi Mundi in diesem Jahr zu bieten hat, ist musikalisch vielfältig, unglaublich facettenreich, virtuos und zieht mit dem Festival-Motto SIMPLICITY einen feinen Faden durchs Programm.
Internationale Frame Drum Künstlerinnen und Künstler, Festivalgäste aus aller Welt und namhafte Instrumentenbauer finden sich ein. Zusammen mit regionalen Musikerinnen und Musikern und einem tollen Publikum machen Festivalleiter Murat Coşkun und sein Team Freiburg wieder zum Zentrum für hochkarätige Percussion-Musik und intensives Lernen, geben Neuheiten Raum und bieten eine einzigartige Plattform für Frame Drum Music und respektvollen Kulturaustausch.
Das Programm - SIMPLICITY
Zum 21. Mal erwartet die Besucher ein einmaliges Line-Up mit vielen Konzertprojekten, die es nur für und bei Tamburi Mundi zu erleben gibt! Eröffnet wird das diesjährige Festival mit einem Novum: Zum ersten Mal stehen der Freiburger Worldpercussionist Murat Coşkun und der mehrfache Grammy-Preisträger Glen Velez (USA) als Duo auf der Bühne (06.04., 20 Uhr). Als Leitfaden dient das diesjährige Festival-Thema „Simplicity“. Velez und Coşkun zeigen die Kraft, Schönheit, Klarheit, Lebensfreude und auch den Reiz der „Einfachheit“, nach der sich der Mensch oft sehnt. So sind auch komplexere Teile ihrer Musik mit Leichtigkeit verwebt und öffnen sich den Zuhörenden.
Die Night of Drumming (07.04., 20.30 Uhr) hat eine lange Tradition: Live Acts, Tanz- und Trommel-Sessions… Mittanzen, sich treiben lassen oder auch mal selbst die Trommeln in die Hand nehmen…
Beim Frame Drummers Spotlight (08.04., 19 Uhr) richtet Tamburi Mundi den Fokus auf zwei wichtige Stimmen in der heutigen Rahmentrommel-Welt: Nora Thiele ist eine der vielseitigsten Perkussionistinnen Europas, eine innovative Rahmentrommelpionierin mit einem fundierten Rhythmuswissen aus jahrelanger Beschäftigung mit der Musik der Kulturen der Welt. Seit mehr als 20 Jahren formt sie eigene Performancekonzepte. Claudio Spieler, dessen Musikerherz für südindische Rhythmen und afrokubanische Musik sowie für den Flamenco schlägt, beeindruckt mit seiner Live-Performance durch sein subtiles, humorvolles, einfallsreiches und vor allem virtuoses Spiel – pure Lust am Musizieren!
Eine Weltpremiere bietet das in der Abteilung für traditionelle Musik des Tschaikowski-Konservatoriums von Nocera Terinesei, Italien geborene „Mediterranean Orchestra“ (08.04., 21 Uhr InCanto Italiano). Neben Stücken aus der mündlichen Überlieferung präsentiert das Orchester auch Originalkompositionen, die speziell für das Ensemble geschrieben wurden und eine musikalische Sprache prägen, die Erinnerung, Experimentierfreude und zeitgenössisches Schreiben miteinander verwebt. Der Tamburello-Meister Andrea Piccioni eröffnet den Abend mit einem kurzen Solo-Part und einem Premieren-Stück.
Für das diesjährige Festivalthema SIMPLICITY wurden vier Musiker angefragt, einen gemeinsamen Abend im Spannungsfeld der beiden Pole „Komponiertes“ und „Improvisiertes“ zu kreieren: Ein Abend (09.04., 19 Uhr A World between Cmpositon and Improvisation) voller Kontraste mit dem tadschikischen Doyra-Meister Khayrullo Dadoboev, dem italienischen Multiinstrumentalist Francesco Magarò, dem für sein subtiles Spiel bekannten Schlagzeuger und Handpan-Virtuosen Michał Pȩkosz aus Polen und dem Belgier Robbe Kieckens, der seine jahrelangen schwarzafrikanischen musikalischen Erfahrungen auf die Frame Drum überträgt.
Der aus dem Iran stammende Künstler Mohammad Reza Mortazavi (09.04., 21 Uhr) ist einer der außergewöhnlichsten Soloperkussionisten unserer Zeit, der das Spiel auf den traditionellen persischen Handtrommeln Tombak und Daf neu definiert und zu einer einzigartigen, zeitgenössischen Klangsprache weiterentwickelt hat. Mit atemberaubender Virtuosität und höchster Präzision erschafft er komplexe rhythmische Strukturen, die zugleich hypnotisch, körperlich und zutiefst emotional wirken.
Das dem jungen Sound gewidmete Konzertformat P.O.P. Power of Percussion Music (10.04., 19 Uhr) ist auch dieses Jahr mit im Programm: Zwei fantastische Bands aus der Kaderschmiede der Popakademie Mannheim, dazu Solo-Duo-Tutti-Percussion, ein Schweizer Musiker:innen-Duo, das zeigt, dass Rap und Rahmentrommel sehr wohl zusammenpassen und das alles mit besonderen Tamburi Mundi Rahmentrommelgästen! (Foto: Aline Blum)
Die Tamburi Mundi Special-Gala (11.04., 20 Uhr SIMPLICITY) ist eine feste Tradition und das Herzstück des Festivals: Ein ganzer (Musik-)Kosmos öffnet sich in einem Instrument! Ein Percussion-Abend, der musikalisch kaum kontrastreicher, kaum bunter und vielfältiger ausfallen kann. Der diesjährige Special-Abend beleuchtet die Facetten der „Einfachheit“ – SIMPLICITY: Klarheit, der Fokus auf das Wesentliche, ein roher, unverfälschter Klang und das Glück darüber, dass es manchmal nicht viel braucht, um Verbindungen zu schaffen und zufrieden zu sein.
Am Abschlusskonzert DRUMS’N’VOICES (12.04, 20 Uhr) stehen sechs internationale Musikerinnen auf der Bühne und spüren der uralten Verbindung von Rhythmus und Stimme nach, gehen dabei immer wieder neue Verbindungen ein und zelebrieren mit uns eine pulsierend emotionale Intensität.
Das Format DRUMS FOR KIDS (für Kinder und Familien) bietet einen kostenlosen Trommel-Schnupperkurs (04.04., 14.30 Uhr), den Festival-Klassiker „Das TAK und die fliegende Trommel“ (06.04., 11 Uhr) und einen Cajòn-Kurs mit Max Gerwien (10.04., 13.30 Uhr).
INFO: Do 02.-12.04.26,E-Werk Freiburg, Eschholzstr. 77. VVK: BZ-Karten-Service (T. 0761-496 88 88 sowie alle regionalen VVK-Stellen der BZ, www.reservix.de
