Someone Else

AUSSTELLUNG: Das Museum für Neue Kunst Freiburg zeigt bis zum 9. Oktober die Ausstellung „Someone Else. Die Fremdheit der Kinder“.

Wir alle sind Kinder, jemandes Kind, ein Leben lang. Manche von uns sind selbst Eltern. Wir wachsen in unterschiedlichen familiären Konstellationen, kulturellen und sozialen Kontexten auf, die uns prägen. Wir gehören dazu, ob wir wollen oder nicht. Trotzdem sind wir alle grundsätzlich verschieden, das trennt uns und macht uns fremd – auch Kinder und Eltern, Liebende und Freunde. Diese grundlegende und dauerhafte Fremdheit, die kein Ergebnis von Entfremdung ist, nimmt Someone Else in den Blick. Was bedeutet sie für das Zusammenleben von Menschen? Und für unsere Auffassungen von vertraut und fremd? Was für unsere Identität und unseren Umgang mit Fremden?
Diesen Fragen gehen die Werke internationaler Künstlerinnen und Künstler nach. Erik Levine entdeckte nach dem Tod seines Vaters in dessen Nachlass Filmaufnahmen. Sie zeigen ihn als einen Unbekannten, der einen Großteil seines Lebens vor dem Sohn geheim gehalten hat. Jamie Diamond stellt für ihre vermeintlichen Familienporträts Gruppen fremder Menschen zusammen und spielt so mit der Erwartungshaltung der Betrachtenden. Was geschieht, wenn Eltern den Verlust ihres Kindes nicht annehmen können, behandelt Omer Fasts Film Continuity. Ein Paar inszeniert nach dem Tod ihres Sohns seine Wiederkehr mit wechselnden Akteuren. (Text: MNK)

INFO: Bis 9.10.22, Museum für Neue Kunst, Freiburg, Marienstraße 10a. Di-So 10-17 Uhr u. Do 10-19 Uhr.

Weitere INFOS www.freiburg.de/museen


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