KONZERTE: Anfang April steht das Festspielhaus Baden-Baden noch mitten in den Osterfestspielen mit der Oper Lohengrin von Richard Wagner.
Joana Mallwitz (Foto: Marco Borggreve)Die Osterfestspiele bis 6.4.26
Die Oper Lohengrin von Richard Wagner– dirigiert von Joana Mallwitz, großen Sinfonie-Konzerten – mit Klaus Mäkelä am Pult des Royal Concertgebouw Orchestra, Matthäus-Passion, War Requiem und vielen Kammerkonzerten in der ganzen Stadt sowie einem Liederabend mit Asmik Grigorian. Die Osterfestspiele enden mit einem Konzert des Bundesjugendorchesters mit dem Bundesjazzorchester am Ostermontag (6.4.). Nach einigen Musical-Shows und Jazz geht es Ende des Monats wieder „klassisch“ zu mit Igor Levit am Flügel und Yannick Nézet-Séguin, der den Monat wiederum mit einer Wagner-Oper beschließt.
Royal Concertgebouw Orchestra - Daniel Lozakovich spielt Bruchs 1. Violinkonzert. Klaus Mäkelä dirigiert Mahlers 5. Sinfonie mit dem Royal Concertgebouw Orchestra – das Orchester pflegt eine lange Mahler-Tradition und machte die Werke des Komponisten früh in Europa bekannt. (Mi 1.4., 18 Uhr) Royal Concertgebouw Orchestra - Klaus Mäkelä dirigiert Bruckners 8. Sinfonie mit dem Royal Concertgebouw Orchestra. Die Uraufführung war umstritten- heute gilt das Werk als das bedeutendste Beispiel spätromantischer Überwältigungssinfonik. (Do 2.4.,18 Uhr)
Asmik Grigorian (Foto: Olivia Kahler)War Requiem - Joana Mallwitz: Benjamin Brittens „War Requiem“ kombiniert liturgischen Text mit Gedichten von Wilfred Owen. Die riesige Besetzung umfasst Chor, Knabenchor, Sinfonie- und Kammerorchester sowie Solisten. Das Werk thematisiert Krieg und Versöhnung – und schenkt allen Besuchern ein unvergessliches Hörerlebnis. (Fr 3.4., 18 Uhr) Liederabend mit Asmik Grigorian: Mit ihrer Salzburger Salome ist sie weltberühmt geworden: Nun gibt die wunderbare Sopranistin Asmik Grigorian einen Liederabend mit Romanzen von Tschaikowsky und Rachmaninow. (Sa 4.4., 18 Uhr) Lohengrin - Neuinszenierung: Wagners „Lohengrin“ als Märchen voller Licht und Dunkel. Regisseur Johannes Erath leitet die Neuinszenierung, Joana Mallwitz dirigiert. Mit Piotr Beczała und Rachel Willis-Sørensen wird die Oper zum ersten Höhepunkt der Osterfestspiele. (So 5.4., 18 Uhr) Bundesjugendorchester meets Bundesjazzorchester: Eine Premiere im Festspielhaus: Das Bundesjugendorchester tritt gemeinsam mit dem Bundesjazzorchester auf. Auf dem Programm steht Musik von Wynton Marsalis, Darius Milhaud, Sofia Gubaidulina, Duke Ellington, Leonard Bernstein u.a. (Mo 6.4.2026, 11 Uhr)
Osterfestspiele – Die Kammerkonzerte
Die Kammerkonzerte der Osterfestspiele finden im Weinbrennersaal des Kurhaus und im Malersaal - Maison Messmer sowie im Museum Frieder Burda statt.
Schubert: Das große Oktett in F -Dur
Musiker des Royal Concertgebouw Orchestra: Schuberts berühmtes Oktett ist Musik für Freunde - die nebenbei herausragende Musiker gewesen sein mussten, denn das Werk stellt an vielen Stellen höchste instrumentale Ansprüche. Von der pastoralen F-Dur-Tonart sollte man sich nicht täuschen lassen: Schubert führt seine scheinbar entspannte Musik hin und wieder auf düstere Pfade. (Mi. 1.4., 15 Uhr, Weinbrennersaal – Kurhaus) Cello Pur - Meisterwerke von Mendelssohn bis Rossini: Cellisten des Royal Concertgebouw Orchestra: Lauter berühmte Klassikhits - präsentiert in einer Kultbesetzung: einem reinen Cello-Ensemble. Musik zum Entspannen, dargeboten von der renommierten Cellogruppe des Concertgebouw-Orchesters. (Do 2.4., 15 Uhr, Weinbrennersaal – Kurhaus) In einem fernen Land: Blechbläserensemble des Mahler Chamber Orchestra: In seinen Mutations from Bach präsentiert der amerikanische Komponist Samuel Barber die Festspielhaus Baden-Baden Melodie zum Choral "Christe, du Lamm Gottes" in mehreren Varianten für Blechbläser arrangiert. Zuvor erklingt die schmetternde Fanfare aus der Tanzdichtung La Périvon Paul Dukas sowie eine Auswahl von weiteren Werken für dieses außergewöhnliche Ensemble. (Do., 2.4., 21.30 Uhr, Weinbrennersaal – Kurhaus)
Alma Quartet: Streichquartette von Barber, Debussy und Dvořák: Immer, wenn in den USA ein bedeutender Staatsmann zu Grabe getragen wird, erklingt das Streicher-Adagio von Samuel Barber. Es zählt zu den bekanntesten Werken der klassischen Musik - und wird hier gemeinsam mit dem ebenfalls populären "Clairde Lune" vorgestellt. Den Abschluss des Konzerts bildet Dvořáks legendäres "amerikanisches" Streichquartett. (Fr 3.4., 15 Uhr) Alma Quartet: Streichquartette von Schostakowitsch und Debussy: Schostakowitschs Opus 110 ist das berühmteste seiner Quartette - ein Meisterwerk, mit dem der Komponist gleichermaßen auf die Unterdrückung unter Stalin, den sowjetischen Antisemitismus und die Bombardierung Dresdens reagierte. Ein erschütterndes Werk- hier kombiniert mit dem ersten Streichquartett der Moderne von Claude Debussy. (Sa 4.4., 15 Uhr, beide Konzerte im Malersaal - Maison Messmer) Siegfried-Idyll: Wagner und Britten: Musiker des Mahler Chamber Orchestra: Mit der Sinfonietta, seinem offiziellen Opus 1, trat Benjamin Britten erstmals öffentlich auf - einem Meisterwerk, das viel zu selten zu hören ist. Ganz anders als Wagners populäres Siegfried-Idyll, mit dem dieser seiner Ehefrau zur Geburt ihres ersten Kindes ein musikalisches Geschenk machte. (Sa 4.4., 11 Uhr, Weinbrennersaal – Kurhaus) Mozart und mehr: Musiker des Mahler Chamber Orchestra: Mozarts Klarinettenquintett ist ein Werk vollendeter Perfektion. Ob seinchoralartiger Beginn und das zweite Thema - einmal in Dur, dann in Moll- Beethoven bei der Komposition seines Violinkonzerts inspirierte? Die Ähnlichkeiten sind jedenfalls verblüffend. Im Verlauf des Abends erklingen zudem Werke vonVivaldi, Barrière und Geminiani. (Sa 4.4., 21.30 Uhr, Weinbrennersaal – Kurhaus) Streichquartette von Brahms & Schostakowitsch: Streichquartett des Mahler Chamber Orchestra: Kammermusik als intimes Tagebuch: Schostakowitsch widmete sein siebtes Streichquartett seiner kurz zuvor verstorbenen Ehefrau Nina. Johannes Brahms hingegen formulierte zu diesem Thema in seinem zweiten Quartett eine eigene charakteristische Stellungnahme. Das Werk beginnt mit den Tönen F-A-E - "Frei aber einsam". (So., 5.4., 9 Uhr, Museum Frieder Burda) Bläserklang zum Morgen : Mozarts Gran Partita: Bläserensemble des Mahler Chamber Orchestra. Mozart-Fans wissen: Die Musik des Komponisten klingt besonders persönlich, sobald Holzbläser ins Spiel kommen. Und von all seinen Bläserkompositionen ist die Gran Partita das umfangreichste Werk - eine vielschichtige Bläsersinfonie mit einem langsamen Satz im Zentrum, der unmittelbar zu Herzen geht. (So 5.4., 11 Uhr, Weinbrennersaal – Kurhaus)
Weitere Highlights im Festspielhaus
Till Brönner„Elvis – Das Musical“ präsentiert die Karriere des Sängers mit Live-Musik, Showband und Zeitzeugen. Grahame Patrick übernimmt die Hauptrolle. Das Programm feiert den Künstler mit bekannten Titeln aus verschiedenen Schaffensphasen. (Sa., 11.4., 20 Uhr Simply the Best Die Tina Turner Story: Die Show erzählt Tina Turners Leben mit Livegesang und Tanz. Bekannte Songs wie „Private Dancer“ und „Proud Mary“ stehen im Mittelpunkt. Die Inszenierung präsentiert die wichtigsten biografischen Stationen der Künstlerin. (Mi 15.4., 20 Uhr)
Till Brönner - Italia
Till Brönner stellt sein Album „Italia“ vor: italienische Titel von Verdi bis Euro-Disco, interpretiert im legendären Brönner-Jazzsound. Mit seinem stilübergreifenden Programm erreicht der prominente Trompeter Menschen aller Altersschichten. (Do 16.4., 20 Uhr)
Igor Levit & Daniel Harding
Igor Levit spielt Brahms’ 1. Klavierkonzert, in dem der Komponist seine gescheiterte Liebe zu Clara Schumann verarbeitet. Daniel Harding dirigiert Elgars „Enigma-Variationen“: lauter Kurzporträts von Freunden des Komponisten, u.a. die weltberühmte „Nimrod-Variation“. (Fr 17.4., 19 Uhr)
BÄ! - Musiktheater für Kinder zum Mitmachen
Martin ist neu in der Stadt und fühlt sich fremd– doch sein Teddy BÄ ist lebendig und steckt voller verrückter Ideen. Gemeinsam erleben sie eine fantasievolle Zeitreise, die Mut macht und von echter Freundschaft erzählt. Die Musik begleitet die Geschichteverspielt, magisch und mit einem Augenzwinkern. „BÄ!“ ist ein Musiktheater, empfohlen für Kinder von 5 bis 1 10 Jahren. (So 19.4., 15 Uhr/ Mo 20.4., 10 Uhr)
Rotterdam Philharmonic Orchestra: Yannick Nézet-Séguin dirigiert Wagners „Siegfried-Idyll“, Jan Lisiecki spielt Mendelssohns erstes Klavierkonzert. Schumanns „Rheinische Sinfonie“ ergänzt das Programm, das sich ganz der deutschen Romantik verschreibt. (Sa 25.4 ., 18 Uhr) Richard Wagner: Siegfried: Oper im Konzert: Wagners „Ring des Nibelungen“ umfasst vier Opern– oder „Musikdramen“, wie der Komponist sie nannte. Er verstand diese Werke durchaus auch sinfonisch, als Fortentwicklung von Beethovens neunter Sinfonie. Deshalb lohnt es sich, den „Ring“ konzertant zu hören. Yannick Nézet-Séguin setzt mit dem Rotterdam Philharmonic Orchestra seinen konzertanten „Ring“ im Festspielhaus fort. (So., 26.4., 15 Uhr)
INFO: Festspielhaus Baden-Baden, Beim Alten Bahnhof 2, Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101.
