KONZERTE: Im Januar und Februar gibt es in Freiburg & Umgebung zahlreiche Klassik-Konzerte mit ganz besonderen Programmen und Interpreten.
Lettische Weihnacht
Das John Sheppard Ensemble (Bild oben) mit Mitsingchor, ein Instrumentalensemble und Solisten präsentieren am 9.1.26 Ēriks Ešenvalds: eine Weihnachtsgeschichte. Ēriks Ešenvalds zählt zu den beliebtesten Chormusik-Komponisten unserer Tage. Seine etwas andere Weihnachtsgeschichte nimmt das Publikum mit auf die Reise der Heiligen Drei Könige, die auf ihrem Weg zum neugeborenen Jesuskind vielerlei Hindernisse zu überwinden haben. Musikalisch treffen a-cappella-Chorklänge auf Live-Elektronik, Singer-Songwriter-Stil auf klassischen Gesang, Percussionensemble auf Blockflöten und gestimmte Flaschen - ein bunter Mix von Klängen und Stilen, der die Herkunft und die Reise der Könige eindrücklich in Szene setzt. Ergänzend erklingen traditionelle lettische Weihnachtslieder, die vom John Sheppard Ensemble, seinem Mitsingchorprojekt und den Solistinnen und Solisten und dem Publikum gemeinsam musiziert werden.
INFO: Fr 09.01.26, 20 Uhr, Konzerthaus Freiburg, Rolf-Böhme-Saal. Karten: reservix. Weitere INFOS:
Trio Vivente meets Kulturverein Tiengen
Anlässlich des 35-jährigen Bestehens des Kulturvereins Tiengen ist am Sonntag, den 18. Januar das Trio Vivente zu Gast im dortigen Tuniberghaus.
Zur Jubiläumsfeier spielt das Ensemble - welches ähnlich lange besteht - ein deutsch-französisches Programm: gegenüber stehen sich ein Jugendwerk, ein Alterswerk und ein Werk, komponiert in den besten Lebensjahren. Das Trio op.11 war Cécile Chaminades erstes veröffentlichtes Kammermusikwerk. Gabriel Fauré war hochbetagt als er von seinem Verleger Durand den Auftrag erhielt ein Klaviertrio zu schreiben, und Ludwig van Beethoven stand mitten im Leben, als er das Trio op.70 Nr.2 komponierte. Das Trio Vivente begeistert seit seiner Gründung 1992 Presse und Publikum. Anne Katharina Schreiber (Violine) und Kristin von der Goltz (Violoncello), beide langjährig im Freiburger Barockorchester sowie bei den Berliner Barock Solisten tätig, sind ausgewiesene Expertinnen in historischer Aufführungspraxis. Auf modernen Instrumenten bringen sie mit der Pianistin Jutta Ernst frischen Wind ins Triorepertoire von der Klassik bis zur Moderne.
INFO: So 18.01, 18 Uhr Tuniberghaus Freiburg-Tiengen, Im Maierbrühl 2. Vorverkauf: BZ-Kartenservice und Reservix. Weitere INFOS:
Trio Luminis
Unter dem Titel "Willkommen und Abschied" widmet sich das Trio Luminis Konzerttrios von Beethoven und Schubert, am 24.01. in Breisach und am 25.01. in Freiburg.
Esprit und Zauber des Beginnens: Als der junge Beethoven 1795 gegen den Rat von Joseph Haydn seine Klaviertrios op. 1 veröffentlicht, ist sofort klar, dass hier etwas Neues beginnt. Beethoven erweitert die Form des Klaviertrios zur Viersätzigkeit, die Instrumente sind – anders als noch bei Haydn und Mozart – absolut gleichberechtigt. Haydns Sorge erweist sich als unbegründet – Publikum und Kritik sind begeistert.
Schuberts Ende 1827 entstandenes Premier Grand Trio in B-Dur ist ein Meisterwerk seiner letzten Schaffensphase. In Ausmaßen und Klangwirkung entfaltet es sinfonische Dimensionen. Für Robert Schumann zählt es neben dem Schwesterwerk in Es-Dur zu den bedeutendsten Trios: „Ein Blick auf das Trio von Schubert und das erbärmliche Menschentreiben flieht zurück, und die Welt glänzt wieder frisch.“
Es musiziert das Trio Luminis: Marie Desgouttes, Violine/ Hristo Kouzmanov, Violoncello und Johannes Tolle, Klavier. Nach zahlreichen gemeinsamen Kammermusikprojekten treten die drei Musiker nun als festes Ensemble unter dem Namen Trio Luminis auf.
INFO: Sa 24.01., 20 Uhr | Alte Spitalkirche, Breisach am Rhein / So 25.01.,17 Uhr | Humboldtsaal, Humboldtstraße 2, Freiburg.
Tickets: www.resonance.de, Reservix.de und BZ-Ticket. Weitere INFOS:
Brasilianische Resonanzen
Eine konzertante Lesung mit Texten von Jorge Amado und Musik von Villa-Lobos ist am 7. Februar in der Pauluskirche Freiburg zu erleben. In dieser Lesung, die am Samstag, 7. Februar in der Konzertreihe von Gitarre-Freiburg e.V. in der Freiburger Pauluskirche stattfindet, begegnen sich Musik und Literatur Brasiliens in einzigartiger Weise. Villa-Lobos´ 12 Etüden für Gitarre - aufgeführt in der unveröffentlichten Manuskriptfassung von 1928 - entfalten ihre ganze Klangfarbenpracht im Dialog mit Passagen aus Jorge Amados Roman „Tote See“, einem poetischen Epos über Liebe, Sehnsucht und das Leben der Menschen an der Küste Bahias. Der Roman wurde zu einem seiner eindrucksvollsten sozialen und poetischen Porträts des Lebens am Rand der brasilianischen Gesellschaft. Die 12 Etüden von Villa-Lobos gehören zu den bedeutendsten Werken des 20. Jahrhunderts für Gitarre und verbinden virtuose technische Brillanz mit der Rhythmik und der harmonischen Tiefe der brasilianischen Folklore. Franziska Scherzer studierte bei Prof. Jürgen Ruck in Würzburg und Prof. Sonja Prunnbauer in Freiburg. Renate Obermaier arbeitete als freie Mitarbeiterin beim SWR und war viele Jahre im Theater im Marienbad tätig. Mittlerweile befasst sie sich vor allem mit der Konzeption und Aufführung von musikalischen Lesungen.
INFO: Sa 7.02., 19 Uhr, Pauluskirche, Dreisamstraße 5, Freiburg. Karten: Reservix oder Abendkasse, Reservierung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! / Weitere INFOS:
Passions
Unter dem Motto "Passions" erweist die Holst Sinfonietta ihrer langjährigen Ensembleharfenistin Julia Weissbarth die Ehre und gestaltetet ein Programm um die Harfe als besonderes Instrument im Ensemble. Dafür haben wir dem von uns seit vielen Jahren hochgeschätzten englischen Komponisten Luke Bedford einen Auftrag für ein neues Werk für Harfe und Ensemble gegeben, das zusammen mit einem Duostück für zwei Violinen aus seiner Feder an diesem Abend zur Uraufführung kommen wird. Weitere Werke von Igor Strawinsky, David Sawer (DE) und Maurice Ravel umrahmen die Uraufführung.
Der Ehrgeiz, ungewöhnliche und anspruchsvolle Konzertprogramme anzubieten, war von Anfang an ein wichtiger Stimulus für die Holst Sinfonietta, deren Repertoireschwerpunkt v. a. die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts bildet.
Aus diesem Anlass haben wir dem englischen Komponisten und Förderpreisträger der Ernst-von-Siemens-Stiftung Luke Bedford einen Kompositionsauftrag vergeben. Er schrieb für die gleiche Besetzung wie Ravels Kammermusikwerk für das Konzertprojekt Passions ein neues Stück unter dem Titel Where the lines cross. Auch seine allerneuste Kammermusik vom Dez. 2025 (!) In to the Air für zwei Violinen kommen zur Uraufführung. Weitere Solo– und Ensemblewerke von L. Bedford, I. Strawinsky und D. Sawer ergänzen das Programm. Interpreten Julia Weissbarth, Harfe / Holst Sinfonietta/ Klaus Simon, Musikalische Leitung. Der Komponist Luke Bedford wird beim Konzert anwesend sein.
INFO: Di 10.02., 20 Uhr, E-Werk, Eschholzstr. 7, Freiburg. Karten: BZ-Kartenservice Kaiser- Joseph-Str. 229, Freiburg. Tel. 0761 / 49 68 888 und Abendkasse. / Weitere INFOS:
