BÜHNE: Mit der Wiederaufnahme von„Achtsam Morden“ startet das Wallgraben Theater sein Januarprogramm und präsentiert im Februar eine Premiere.
Achtsam Morden (Foto oben: Mathias Lauble)
Das Stück nach dem gleichnamigen ersten Teil der Bestsellerreihe von Karsten Dusse ist in der Theaterfassung von Bernd Schmidt zu sehen.
Björn Diemel, völlig überforderter Anwalt und Verteidiger – vor allem professioneller Krimineller – braucht Hilfe. Von einem Achtsamkeitscoach! Was begann, um seine Ehe zu retten und seine Vaterpflichten wieder wahrzunehmen, verändert sein Leben – allerdings ganz anders als erwartet… aber achtsam! Eine Krimi-Komödie für drei Darstellerinnen und Darsteller in 19 Rollen. Regie Marcel Keller. Es spielen: David Köhne / Daniel Leers / Katharina Rauenbusch «Ein Heidenspaß. Da passt alles. Großer Applaus.» (Badische Zeitung, Ossenberg) «Lustige Krimikomödie voller Action und Klischees.» (Kulturjoker, Klötzer).
Do 20.01./ Mi 21./ Fr 23. - So 25./ Di 27.+ 28.1. / Fr 30. + Sa 31.01. sowie Di 3. + Mi 4.02./ Fr 6.-So 8.02./ Di 10. + Mi 11.02. und Fr 13. + Sa 14.02., wechselnde Anfangszeiten.
Endlose Aussicht von Theresia Walser
Eine Frau, Jona, sitzt allein in ihrer fensterlosen Kabine vor einem Frühstücksei, so wie jeden Morgen – oder ist schon Abend? Die zehntägige Reise in der Karibik auf einem Kreuzfahrtschiff (3227 Passagiere) nimmt kein Ende, das Zeitgefühl löst sich auf. Das Schiff darf nirgendwo mehr anlegen, an Bord wie im Rest der Welt breitet sich eine Krankheit von pandemischem Ausmaß aus, einige Passagiere sind schon zusammengebrochen, verschwinden einfach, man weiß nicht wohin…
Die Insassen des "Luxusgefängnisses" gewöhnen sich langsam an die "neue" Normalität, dürfen einzeln eine halbe Stunde am Tag ins Freie auf Deck 7. Allerdings werden die Nahrungsvorräte langsam knapp, und ob Jona zuhause noch ihren Job hat, wird immer unwahrscheinlicher. Auf engstem Raum, aber mit fast biblischer Wucht und mit bitterböser Komik entfaltet sich in Theresia Walsers Monolog im Kleinen eine große Menschheitskatastrophe. Regie Andreas von Studnitz, Schauspiel: Regine Effinger. Premiere: Fr 20.02., 19 Uhr, weitere Termine: Sa 21.02. u. Fr 27. + Sa 28.02., wechselnde Anfangszeiten.
Wehkrüglein schlägt Funken
Lisbeth Felder liest Gedichte, Prosa und Briefe aus dem Werk und Leben von Christine Lavant (1915-1973), musikalisch begleitet wird sie dabei von Wiebke Reichardt. Aus einem Hundertstel Schlaf, lebenslangen Schmerzen und tiefster Naturverbundenheit entstand aus der Feder dieser österreichischen "wütenden heulenden Hündin" große Literatur (Lyrik, Prosa), die in Lästergebeten "bis zum Milchstraßenrand" reicht.. So 22.02., 16 Uhr. Kaffee und Kuchen ab 15 Uhr.
INFO: Wallgraben Theater Freiburg, Rathausgasse 5a. Karten: T. 0761/25656. Mo – Sa: 11 – 13 Uhr sowie 2 Stunden vor Vorstellungsbeginn und reservix.
